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Ab dem 2. August 2026 können die Marktaufsichtsbehörden die KI-Schulungspflicht durchsetzen.
EU AI Act Artikel 4 · Gilt seit Februar 2025

KI-Schulungspflicht: Was jetzt gilt — und wie Sie sie erfüllen

Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verlangt KI-Kompetenz von allen, die in Ihrem Auftrag mit KI arbeiten. Hier steht, was das konkret bedeutet, was nicht verlangt wird — und wie Sie in drei Minuten sehen, wo Ihr Unternehmen steht.

12 Fragen · 3 Minuten · Sofort-Ergebnis

Was die Schulungspflicht verlangt — und was nicht

Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verpflichtet Sie, für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz bei den Menschen zu sorgen, die bei Ihnen mit KI arbeiten. Maßstab sind deren Vorwissen, ihre Rolle und der Einsatzkontext — nicht ein bestimmtes Kursformat. Vieles, was der Markt gerade verkauft, verlangt die Verordnung gar nicht.

Das gilt

  • Seit dem 2. Februar 2025 — für Anbieter und Betreiber von KI. Branche und Größe spielen keine Rolle.
  • Schon die geschäftliche Nutzung von ChatGPT, Microsoft Copilot oder eines KI-Recruiting-Tools löst die Pflicht aus.
  • Die Maßnahmen müssen zu Rollen und Risiken passen — und sich im Prüffall belegen lassen.
  • Ab dem 2. August 2026 können die Marktaufsichtsbehörden Verstöße ahnden.

Das verlangt niemand

  • Kein Zertifikat: Die Verordnung kennt keine Zertifikatspflicht. (FAQ des EU AI Office)
  • Kein verpflichtender Wissenstest und keine Prüfung für Mitarbeitende.
  • Kein eigener KI-Beauftragter als Position.
  • Kein vorgeschriebenes Format: intern oder extern, online oder vor Ort — erlaubt ist, was nachweisbar wirkt.
Was der Digital Omnibus daran ändert

Der Digital Omnibus (Einigung vom 7. Mai 2026) verschiebt vieles im AI Act nach hinten, etwa die Pflichten für Hochrisiko-Systeme aus Anhang III auf Dezember 2027. Die Schulungspflicht aus Artikel 4 gehört nicht dazu: Sie gilt unverändert weiter.

Selbsttest

Der Nachweis-Check: Könnten Sie die Pflicht heute belegen?

12 Ja/Nein-Fragen — in der Logik, in der eine Behörde prüfen würde: Welche KI läuft bei Ihnen, welche Regeln gelten, wer wurde geschult, und ist alles dokumentiert?

1 · Bestandsaufnahme

Haben Sie ein aktuelles Inventar aller KI-Systeme und -Tools im Einsatz — inklusive ChatGPT, Copilot & Co.?

Wissen Sie, welche Mitarbeitenden welche KI-Tools in welchen Prozessen nutzen?

Ist geklärt, ob Sie für einzelne Systeme Betreiber oder Anbieter im Sinne der Verordnung sind?

2 · Regeln

Gibt es eine schriftliche KI-Nutzungsrichtlinie für Ihre Mitarbeitenden?

Ist geregelt, welche Daten in KI-Tools eingegeben werden dürfen — und welche nicht?

Gibt es einen definierten Prozess für die Freigabe neuer KI-Tools?

3 · Kompetenz

Wurden Ihre Mitarbeitenden zu Funktionsweise, Grenzen und Risiken von KI geschult — Bias, Halluzinationen, Datenschutz?

Sind die Schulungen nach Rollen differenziert — alle Mitarbeitenden, Führung, Fachbereiche?

Wurden Führungskräfte zu Verantwortung und Haftung beim KI-Einsatz geschult?

4 · Nachweis

Existieren dokumentierte Teilnahmenachweise für alle Schulungsmaßnahmen?

Könnten Sie einer Behörde binnen einer Woche Ihre Maßnahmen schriftlich darlegen?

Gibt es einen Prozess, der Schulung und Richtlinie bei neuen Tools oder Risiken aktualisiert?

0 von 12 beantwortet

Wen die Pflicht in Ihrem Haus betrifft

Alle, die mit KI arbeiten — aber nicht alle gleich. Die Verordnung verlangt Kompetenz passend zur Rolle und zum Risiko.

Geschäftsführung

Trägt die Pflicht und verantwortet die Umsetzung. Braucht den Überblick über Risiken und Zuständigkeiten.

Vertrieb

Kundendaten in Angeboten und E-Mails: Hier entscheidet sich Vertraulichkeit im Alltag.

HR

KI im Recruiting stuft die Verordnung als Hochrisiko ein — hier gilt besondere Sorgfalt.

Marketing

KI-erzeugte Inhalte brauchen den Blick auf Urheberrecht und Kennzeichnung.

Kundenservice

Wo KI mit Kunden spricht, greifen die Transparenzpflichten aus Artikel 50.

IT und Fachbereiche

Führen KI-Tools ein — und müssen Betrieb und Freigaben dokumentieren können.

Rechtsgrundlagen: Anhang III führt KI im Recruiting als Hochrisiko, Artikel 50 regelt Transparenz- und Kennzeichnungspflichten.

Der nächste Schritt

So erfüllen Sie die Pflicht: eine Schulung, die den Nachweis mitbringt

Unsere KI-Kompetenz-Schulung wird auf Ihre Rollen und Ihre KI-Systeme zugeschnitten und liefert die Dokumentation für Ihre Compliance-Akte gleich mit: Teilnahmebescheinigungen, die vermittelten Inhalte und die fachliche Begründung.

  • Zugeschnitten auf Rollen, Vorwissen und Einsatzkontext
  • Dokumentierter Nachweis für die Aufsicht inklusive
  • Gehalten von Menschen, die KI selbst entwickeln
ab 1.500 €· online oder vor Ort, bis 15 Teilnehmer

30 Min · unverbindlich · direkt mit einem Gründer

Wer dahinter steht

Kein Schulungskatalog, sondern ein Team, das KI in regulierten Branchen selbst entwickelt.

Dr. Sven-Erik Willrich

Dr. Sven-Erik Willrich

Data-Governance-Officer · EU AI Act & Datenschutz · Dozent an der HTW Berlin

Dr. Artur Hahn

Dr. Artur Hahn

16 patentierte KI-Erfindungen in Medtech · 10+ Jahre Produktions-KI

Marc Eichner

Marc Eichner

KI-Strategie & Schulung · 3× LinkedIn Top Voice (AI Strategy & Sovereign AI)

Häufige Fragen zur KI-Schulungspflicht

Die Rechtslage in Kürze — mit dem, was oft missverstanden wird.

Klarheit in einem Gespräch

30 Minuten mit einem Gründer: was die Schulungspflicht für Ihr Unternehmen bedeutet, wo Sie stehen und was der kürzeste Weg zur Nachweisfähigkeit ist.

30 Min · unverbindlich · direkt mit einem Gründer